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Ein starkes Fundament

Die Bedeutung von Selbstfürsorge und emotionaler Stabilität im Coaching-Business

Der Blogartikel beleuchtet die Veränderungen im Coaching-Markt seit dem Ausbruch von COVID-19 und wie sich diese auf selbstständige Coaches auswirken. Er beschreibt die Bedeutung einer klaren Strategie, den Umgang mit Selbstzweifeln sowie die Notwendigkeit, mentale Gesundheit und Selbstfürsorge als Grundlage für ein erfolgreiches Coaching-Business zu pflegen.

Ich möchte Dich als Coach mit dem Artikel ermutigen, Dich angesichts der Herausforderungen anzupassen, Dich persönlich weiterzuentwickeln und unterstützende Netzwerke aufzubauen.

Von der Krise zur Chance: Wie Selbstständige Coaches den Wandel als Gelegenheit nutzen

Seit 2020 besteht mein kleines Nebenbusiness. Wie lange besteht Deins?

Bis heute erkläre ich allen Kaltakquise-Jungs, dass ich beide Welten liebe: Coaching und meinen Hauptjob im Ministerium, und froh über die Sicherheit bin. Vielleicht war es Zufall, vielleicht sollte es so sein: ich habe gegründet, kurz bevor Corona alles lahm legte. Nun, alles bis auf die Online-Welt. Viele sind auf den Online-Trend aufgesprungen und in Social Media wurden mehr und mehr Coaches sichtbar. Vielleicht hast Du dazu gehört? Vielleicht steigst Du auch jetzt gerade ein und willst Dir diese schöne Welt zu nutze machen. 

Die RAUEN Coaching-Marktanalyse 2023 (https://www.coaching-magazin.de/news/2023/coaching-marktanalyse-2023), in der für die Zeit von November 2022 bis März 2023 Daten von über 755 Coaches erhoben wurden, stellte fest, dass – anders als in den Vorjahren – das Online-Coaching nicht länger das meistgenutztes Format sei. 

In der Zusammenfassung auf der Webseite des Coaching-Magazins heißt es: „Aufgrund der Vorjahresergebnisse war die Frage, in welche Richtung die Entwicklung in Sachen Online-Coaching verlaufen würde, besonders spannend. Der 2021 festgestellte „Online-Boom“ hatte sich 2022 bestätigt und sogar nochmals verstärkt. Das Online-Coaching unter Einsatz von Videokonferenzsystemen stellte im Vorjahr mit 45 Prozent das am häufigsten verwendete Coaching-Format dar, was angesichts dessen, dass es noch 2020 eine untergeordnete Rolle spielte und im Schatten des klar präferierten Präsenz-Coachings stand, durchaus eine Überraschung darstellte. Nun steht mit 53,03 Prozent wieder das persönliche Gespräch in Präsenz an erster Stelle. Das Online-Coaching fällt allerdings nicht komplett zurück, sondern rangiert mit einem Anteil von 37,58 Prozent auf dem nun zweiten Platz.“

Hier spiegelt sich ein Trend wieder, den ich auch wahrnehme: Die Menschen wollen sich wieder „in echt“ von Angesicht zu Angesicht sehen und nicht mehr die meiste Zeit des Tages vor einem Bildschirm verbringen, was auch das Handy einschließt. Social Detox wurde ein Begriff. 

In meinem Business war das auch spürbar, denn die Aktivität in meiner Membership für Coaches wurde weniger und die Online-Zoom-Räume leerer. Viele Coaches in meiner Coaching-Bubble berichten, dass Werbung auf Social Media anstrengender sei, weil die Kaufbereitschaft – sicher auch wegen der insgesamt unsicheren Zeiten – zurück gehe und es länger dauere, bis sich die Menschen zu einem Kauf entschließen würden. 

Eine Veränderung für unsere Business-Welt und uns. Und hier geht die Challenge auch schon los. Der Spruch „es ist ein Marathon und kein Sprint“ passt schon. Wir brauchen vor allem Geduld, denn Erfolg kommt meistens nicht über Nacht. Ich kenne jedenfalls niemanden, dem das gelungen ist. Du? Falls ja, frag denjenigen unbedingt, wie er oder sie das geschafft hat, damit Du davon lernen kannst

Für mich bedeutet die Veränderung des Coaching-Marktes und der Social Media Welt, dass ich mein Business neu ausrichte. Die Membership für Coaching-Business-Starter werde ich in diesem Jahr nach drei wundervollen Jahren schließen und mit einer kleinen Mastermindgruppe weiterarbeiten. Denn regelmäßiger Austausch mit Gleichgesinnten ist so unglaublich wichtig und fördert unsere Motivation und Produktivität. Künftig wird es hier mehr Coaching- und Therapieangebote geben. Mein Plan für 2024 ist die Niederlassung als Kognitive Verhaltenstherapeutin hier in Braunschweig. So von Mensch zu Mensch in einem Raum arbeiten, ist nochmal ganz anders als online. Ich mag beide Möglichkeiten und die Flexibilität, die sich daraus bietet. 

Wie willst Du arbeiten?

Wie nutzt Du die Welt für Dich und Dein Business?

Wie schnell lässt Du Dich von Veränderungen und neuen Bedingungen abschrecken und von Deinem Weg abbringen?

Und wenn Du gerade startest:

Was glaubst Du, wie Dir ein guter Start gelingen kann?

Was ist Erfolg für Dich?

Diese beiden Fragen solltest Du für Dich beantworten, denn sie gehören neben einer Positionierung und passenden Produkten zu einem guten Fundament für Dein Coaching-Business.

welche Voraussetzungen für Reflexion nötig sind

3 Gründe für ein instabiles Businessfundament

In der Vergangenheit sind neben mir viele Coaches gestartet. Für manche war es leicht, andere hatten es schwerer. Gerade auf Social Media.

Mir sind drei Gründe aufgefallen, die für einen schwierigen Start, das Ausbleiben von Kund:innen und in einigen Fällen zur Aufgabe geführt haben:

  • Fehlende Strategie und Überforderung
  • Selbstzweifel
  • Keller nicht aufgeräumt
Fehlende Strategie ist ein Hindernis für ein erfolgreiches Coaching-Business.

#1 Fehlende Strategie und Überforderung

In den letzten drei Jahren habe ich in meiner Membership über 60 Coaches bei ihren Coaching-Businesses begleitet. Schnell hat sich bei jeder/jedem herausgestellt, dass spontanes Posten auf Instagram, ein wahlloses Freebie auf der Webseite oder ein sporadischer Newsletter eher nicht zum gewünschten Erfolg und Aufträgen geführt haben, sondern eine zielgerichtete Strategie nötig war. 

Meine Erfahrung – und ich bin kein Marketing-Guru oder sowas, sondern ich habe einiges ausprobiert und beobachtet – ist, dass Du eine individuelle auf Dich passende Strategie brauchst. Dafür kannst Du alles ausprobieren, was Dir einfällt, was Du bei anderen beobachtest und was gerade im Trend ist, und dann all das, was gut funktioniert in Deine Strategie einfließen lassen. Damit dieser Blogartikel nicht in ein ganzes Buch ausartet, kommen hier ein paar Tipps und Learnings von mir.

Was brauchst Du, um eine Strategie zu erarbeiten? Genau, ein Ziel. Wenn Du das klar benennen kannst, sollten alle Deine Schritte darauf einzahlen. 

Formuliere Deine Ziele konkret. Die Methoden kennst Du ja, wenn Du Coach bist. Ich sag nur SMART 😉

Als kleine Hilfestellung für die Reflexion eines Business bisher und damit Du leichter Deine Ziele aufstellen kannst, stelle ich Dir hier ein Workbook aus einem Workshop meiner Mastermind zur Verfügung. Meine Coaching-Kolleginnen und ich haben es genutzt, um uns für 2024 zu sortieren und das Jahr zu planen. Du kannst es als ein Selbst-Coachingtool für selbstständige Coaches nutzen.  

Gerade am Anfang sind viele davon überfordert, was auch völlig normal ist. Wir machen uns selbstständig, weil wir Menschen helfen wollen und stehen dann vor einem Berg aus Marketing, Bürokratie, Buchhaltung und dem Finanzamt.

Ich würde es so beschreiben:

Wenn ich an meine nebenberufliche Selbstständigkeit denke, erinnert sie mich rückblickend eine Achterbahnfahrt.

Die wohl spannendste, aufregendste und lohnendste Achterbahnfahrt meines Lebens. Sie startete voller Leidenschaft und Energie, immer mit dem Ziel, höher, schneller, weiter zu kommen. Langsam ging es bergauf, rasant hinunter, in die Kurven und die Loopings – die Höhen, Tiefen und Zweifel, die wohl jede selbstständige Person zu gut kennt. Und wie bei jeder Fahrt gab es Momente puren Nervenkitzels in denen der Magen kribbelte vor Aufregung und andere, in denen die Angst überwältigend war.

Die Achterbahnfahrt war und ist stets unberechenbar, ich weiß nie, welche Wendung als Nächstes kommt. Aber genau das macht es so spannend: Trotz aller Herausforderungen überwiegt die Freude und das Gefühl des Erfolgs. Oft entdecke ich Neues, wachse mal über mich hinaus oder genieße einfach nur den Moment.

Und weil ein Coaching-Business eine Achterbahnfahrt ist, lautet mein Rat: Hol Dir fachliche Unterstützung und Hilfe bei allem, was Dich überfordert. Es gibt so viele tolle Angebote, die Du nutzen kannst.

Selbstzweifel im Coaching-Business - wie Coaching hilft

#2 Selbstzweifel

Vielleicht kennst Du sie auch, diese leisen, aber hartnäckigen Gedanken:

  • „Was, wenn keiner kommt und niemand mein Coaching braucht? Andere bieten doch viel Besseres an!“
  • „Ich habe doch nichts zu erzählen.“
  • „Wer soll meine Postings das bitte lesen?“
  • „Ich nehme lieber erstmal gar kein Geld für mein Coaching.“
  • „Bin ich wirklich gut genug?“
  • „Wer soll mir das denn glauben!? Andere machen das besser und wissen viel mehr!“

Diese Ängste und Zweifel sind normal. In vielen Gesprächen mit anderen Coachings konnte ich erfahren, dass nahezu jede:r Coach, egal ob neu oder bereits erfahren, diese Sorgen und Selbstzweifel kennt. 

Oft sind es genau diese kleinen, unsicheren Gedanken, die uns davon abhalten, an uns selbst zu glauben. Wir werden unser eigenes, größtes Hindernis und unser schärfster Kritiker oder unsere schärfste Kritikerin. 

Und dann passiert das, was Henry Ford so treffend beschreibt:  

„Es gibt mehr Leute, die kapitulieren, als solche, die scheitern.“

Aber gute Nachrichten: Du kannst das ändern. 

Wir können lernen, mit unseren Selbstzweifeln umzugehen, unsere Erfolge zu feiern und uns selbst nicht mehr im Weg zu stehen.

Dafür brauchst Du Deine Definition von Erfolg. Um Deine Erfolge feiern zu können, solltest Du wissen, was Erfolg für Dich bedeutet. Heißt das einen 5stelligen Monatsumsatz oder heißt das, jeder kleine Schritt, der auf Dein Ziel einzahlt ist ein Erfolg? Oder etwas ganz anderes?

Erinnere Dich an das positive Feedback und die ermutigenden Worte, die Du schon gehört hast – von Deinen Klient:innen, Deinem Netzwerk oder von Fremden. Diese positiven Rückmeldungen sind ein Beweis für DEINE Fähigkeiten und DEINEN Wert als Coach.

Und Du kannst und solltest das Feedback nutzen, um Kund:innen zu gewinnen.

Wann kaufst Du bei jemanden? Vermutlich auf jeden Fall, wenn andere das Produkt oder die Dienstleistung empfehlen, stimmt’s?

Feedback, das Du bekommen hast, kannst Du als Empfehlung nutzen. Dabei denken wir häufig an offiziell eingeholtes Feedback, aber achte hier auch auf Nachrichten, die Du per WhatsApp, bei Instagram oder Email bekommen hast. Achte auch auf das, was Gesprächspartner:innen fragen oder Dir als Kommentar zurück melden. Auch das hilft Dir weiter, denn hieraus kannst Du erfahren, ob Du Dich und Dein Angebot verständlich und als hilfreich vermittelt hast. Bevor Du Feedback auf Webseiten oder auf Social Media teilst, solltest Du unbedingt um das Einverständnis dazu bitten. Hierbei kannst Du dann auch gleich um Empfehlungen bitten. 

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Eine schöne Frage bei Selbstzweifeln ist auch diese hier: 

Was ist das Schlimmste, das passieren kann?

Nichts? Na dann, los! Was brauchst Du, damit Du den nächsten Schritt gehen kannst? 

Vielleicht brauchst Du Unterstützung? Auch der Austausch mit Gleichgesinnten und das Bewusstsein dafür, dass man mit seinen Herausforderungen und Zweifeln nicht alleine ist, kann helfen. Deshalb lege ich Dir auch ans Herz, Dir eine Gruppe von Gleichgesinnten zu suchen. Denn das Wissen, dass man mit seinen Zweifeln nicht alleine ist, kann die Zweifel plötzlich ganz leise werden lassen. 

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Emotionale Blockaden behindern Dein Coaching-Business.

#3 Wie ungelöste mentale Blockaden Deinen Erfolg behindern können

Immer wieder stelle ich fest, dass ein zentrales Coachingthema der Struggle mit der Selbstständigkeit als Coach ist. Viele scheitern nicht nur an Selbstzweifeln, sondern an Ängsten und Themen aus der Vergangenheit. Häufig geht es um die eigene Sichtbarkeit, fehlendes Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten, Angst vor Verantwortung und fehlendem Mut. 

Vielleicht erlebst Du sowas oder Ähnliches auch:

Webseite, Angebot und Social Media sind fertig, aber Du spürst, dass Du noch nicht bereit bist. Lieber erst nochmal gucken, was die anderen so machen und vielleicht noch einen Kurs und dann geht es los. 

Du hast Dich selbstständig gemacht, weil Du genau das machen willst, aber plötzlich fragst Du Dich, ob das auch wirklich der richtige Weg für Dich ist?

Du hast Dich selbstständig gemacht und bist überfordert von den gefühlten 5 Mio. Aufgaben, die Du machen musst. Wie sollst Du da zum Coachen kommen und auch noch Zeit finden, für Kunden zu werben? 

Die Selbstzweifel werden so groß, dass Du wieder Jobangebote checkst und nach anderen Lösungen suchst. 

Weißt Du, wenn Du noch alte Themen oder Ängste hast, die unbearbeitet sind, wie willst Du dann für Dich losgehen?

Wie willst Du ein gutes Business-Fundament schaffen, wenn Dein Keller marode ist? 

In Coaching-Weiterbildungen hast Du bestimmt schon einiges davon bearbeitet. Ich finde das total hilfreich, mir fehlt hier jedoch ein Von-Anfang-bis-Ende-Bearbeiten des Themas. Das Probieren von Coaching-Methoden und -Tools in einer Gruppe lässt uns immer auch die Möglichkeit, erstmal zu beobachten, wie die anderen üben oder die Rolle des Coaches einzunehmen. Und schon ist die Arbeit mit den eigenen Themen erfolgreich umschifft. Der Keller bleibt im Kern wie er ist. 

Wenn es Dir auch so geht, rate ich Dir, Deine Ängste und Selbstzweifel in Bezug auf Dein Business in einem Coaching oder sogar in einer Therapie zu bearbeiten. Das ist der Grund, weshalb sich mein Coaching-Angebot auch an (neben)selbstständige Coaches richtet. Wenn Du Coach bist, dann möchtest Du vermutlich anderen Menschen helfen und Dich nicht von Deinen eigenen Ängsten oder Sorgen stoppen lassen, oder? Ich möchte Dich ermuntern, diesen Schritt auch zu gehen. 

Anne Schmidt Coaching Psychologische Beraterin

Du hast Dich in vielem, was ich geschrieben habe, wieder erkannt? 

Dann mach jetzt den ersten Schritt und melde Dich. Wir sprechen 30 Minuten über Deinen Struggle und wie ich Dir helfen kann. 

Mein Netzwerk ist außerdem riesig. Da wird ganz sicher die richtige Unterstützung für Dich dabei sein. 

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