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Die Macht der Reflexion

Ein Jahresrückblick, geleitet von Coaching-Methoden

Reflektierst Du Dein Leben? Falls nicht, soll dieser Blogbeitrag eine Einladung für Dich sein, genau das zu tun. Und zwar so, dass es machbar ist. Das geht am Besten in kleinen Häppchen. Mein Beispiel ist das bisher turbulenteste Jahr für mich – 2023. 

Der nachfolgende Text lädt Dich dazu ein, Dein Leben zu reflektieren und zeigt, warum das wichtig ist. Ich werde meine eigenen Erfahrungen mit meinem turbulenten Jahr 2023 mit Dir teilen. 

Du erfährst mehr über die Bedeutung der Reflexion für Dein persönliches Wachstum. Dir werden hierfür hilfreiche Coaching-Methoden vorgestellt, und Du erfährst, wie Du Dein Jahr – oder auch jeden anderen beliebigen Zeitraum – mithilfe eines Biografie-Tools visualisieren kannst. 

Ich nehme Dich mit auf meine Achterbahnfahrt durch Höhen und Tiefen und möchte Dich damit ermutigen, Deine eigenen Erfahrungen zu reflektieren. Der Blogbeitrag endet mit Fragen, die Dir helfen sollen, Deine Erkenntnisse zu vertiefen, denn Du gestaltest Dein Leben und niemand sonst. 

Warum sollte man eigentlich reflektieren?

Was ist passiert und was lernst Du daraus? Das ist die zentrale Frage. Beschäftigst Du Dich nicht mit Erlebnissen und Fehlern, weil man das nicht macht oder weil es Dir unangenehm oder sogar lästig ist, wirst Du Deine Chance auf persönliche Weiterentwicklung ungenutzt lassen und damit wird sich nichts in Deinem Leben ändern. 

Reflexion hilft uns besser zu werden, in dem wir aus Fehlern lernen, unsere Situation auch mal aus anderen Perspektiven zu betrachten, unsere Ziele klarer herauszufinden und zu lernen, was wir erreichen wollen und was nicht. 

Einsteins „Definition von Wahnsinn ist: immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.“ 

Nicht zu Reflektieren würde heißen, immer alles genau so weiter zu machen. Nichts oder vielleicht nur wenig würde sich ändern. Das Ergebnis wäre immer gleich. Und wenn Du nach einer Veränderung strebst, ohne bereit zur Reflexion zu sein und schließlich zu reflektieren, wirst Du vermutlich immer unzufriedener und erreichst langfristig Dein Ziel nicht. 

Und hier sind wir auch schon mitten im Coaching: 

Bist Du bereit, Dein Problem oder Deine Situation aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten?

Bist Du bereit, Dich auch gedanklich auch mal „in die Schuhe des oder der anderen“ zu stellen?

Es kann sein, dass Du das auf Grund einer akuten depressiven oder gar psychotischen Erkrankung nicht kannst. Das ist nachvollziehbar und dann solltest Du zunächst diesen Teil bearbeiten. Such Dir hierzu professionelle Unterstützung. 

Okay, halten wir fest, welche Voraussetzungen für Reflexion nötig sind:

  • Bereitschaft, Dein Problem oder Deine Situation aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten
  • Bereitschaft, zu lernen
  • Bereitschaft, Dich zu verändern
  • Reflexionfähigkeit, d.h. keine Einschränkung durch eine psychische Erkrankung
welche Voraussetzungen für Reflexion nötig sind

Wie reflektiere ich denn nun?

Wir nutzen ein Tool, mit dem ich Coaching-Prozesse beginne: Der Biografie. Für einen Coaching-Prozess ist das gesamte Berufs- und Privatleben im Fokus, um herauszufinden, welche Verhaltensmuster häufig vorkommen, welche Superkräfte durch schwierige Zeiten tragen und um einfach mal zu sehen, was man schon alles erreicht hat. Wenn Du das auch machen möchtest, kommst Du hier zum Workbook.

Losgehen und Ziele erreichen - Anne Schmidt Coaching, Prozessbegleitung und psychologische Beratung

Wir legen den Fokus auf das Jahr 2023. 

Nimm Dir ein Blatt Papier und zeichne einen Zeitstrahl: Januar bis Dezember 2023. Dazu zeichnest Du eine Achse für die Einordnung, ob es schöne oder schlimme Momente und Erlebnisse waren. Diese Achse zeigt Dein Erleben. 

Als Hilfestellung kannst Du hier ein vorbereitetes Arbeitsblatt herunterladen. 

Auswerten und reflektieren

Wie sieht Dein Bild aus?

Bei mir wurde es eine regelrechte Achterbahn. Ich habe geheiratet, wobei viele mir nahestehende Menschen bei der Planung mitreden wollten, Bedürfnisse wahrnehmen, priorisieren und Grenzen setzen war hier ganz wichtig. Ich habe unfassbar viel für die Heilpraktiker für Psychotherapie Prüfung gelernt und die Prüfung im Juni auch bestanden. Parallel kriselte es ganz gewaltig in meiner Ehe, was zu einer Trennung führte. Dazu kam, dass ich gesundheitlich eine Diagnose erhielt, die mich erstmal alle meine Pläne in der Selbstständigkeit auf Eis legen ließen. Gute und schlimme Ereignisse wechselten sich ab. 

Ich habe lange überlegt, ob ich das mit Dir teilen möchte, und mich dafür entschieden. Du siehst so, dass auch ich als Coach mit all meinen Ausbildungen nicht davor geschützt bin, dass das Leben passiert. Und ich will Dir zeigen, dass ich gestärkt daraus hervorgegangen bin. Letztlich vermutlich, weil ich Teile meiner Ausbildungen anwende und mir dazu auch noch Hilfe geholt habe. 

Dass ich Hilfe geholt habe, liegt auch daran, dass ich mich und mein Handeln immer wieder hinterfrage und reflektiere. Ich möchte keine unnötigen emotionalen Turbulenzen oder Entscheidungen, die ich bereue, weil ich sie nicht nach meinen Bedürfnissen oder Werten getroffen habe. Du?

Lass uns mal Dein Bild reflektieren.

 

Alle Erlebnisse verarbeitet?

Hast Du Dir ausreichend Zeit genommen, um Deine Erlebnisse und Erfahrungen zu verarbeiten?

Was hast Du wie intensiv erlebt?

Ich habe im letzten Jahr in meiner psychologischen Ausbildung gelernt, dass Emotionen nach aktueller Forschung auf Grund von Gedanken, Interpretationen, Annahmen, Wertvorstellungen, Glaubensgrundsätzen und Normen entstehen. Also erst passiert ganz viel auf kognitiver Ebene und dann fühlen wir. Das geht oft so schnell, dass wir gar nicht bemerken, was da vor sich geht. Statt dessen finden wir uns z.B. mitten in der Trauer oder Angst wieder oder ärgern uns oder sind hoffnungslos niedergeschlagen. Vielleicht kennst Du das von Dir auch? Je intensiver wir das Gefühl empfinden, desto mehr spüren wir es im Körper. Wir bekommen beispielsweise Herzrasen, Schwindelanfälle und/ oder wir erröten, zittern oder verkrampfen. Je intensiver desto größer ist auch der emotionale Stress, dem wir ausgesetzt sind. Langfristig kann das auch unsere Gesundheit beeinträchtigen. Psychischer Stress, die ständige hohe emotionale Erregung oder sogar das Verdrängen sind verantwortlich für die intensive körperliche Reaktion. Hast Du Dir wenig Zeit genommen, um eine Situation zu verarbeiten, hast Du vermutlich verdrängt. Dazu musst Du wissen, dass Du Gefühle zulassen solltest. Zum Beispiel bei Trauer um den Verlust weinen bis keine Tränen mehr kommen. Und irgendwann werden die Tränen weniger.

Wie viel Freude hast Du empfunden?

Wie viel Ärger?

Hast Du Dich für irgendwas geschämt oder tust es noch? Aus welchem Grund?

 

Reflexion Deiner Gefühle

Du siehst, bei Reflexion geht es auch viel um Deine Gefühle. Unser Erleben bestimmt so viel. Übrigens auch, wie handlungsfähig wir sind. Wenn Du eine sehr intensive Emotion wie Angst durchlebst, es sich schon nach Panik anfühlt, dann bist Du nicht handlungsfähig. Ist die Angst auf einer Skala von 1 bis 10 eher so im Bereich 5 wirst Du noch Gedanken über Lösungen haben können.

Wenn die Situationen nur für Dich geschaffen worden wären, damit Du daraus lernst, was hast Du gelernt?

Bei dieser Frage wechseln wir die Perspektive. Du blickst quasi aus einer Meta-Ebene auf Deine Situation und durch den Blick von außen kannst Du frei von emotionalem Erleben herausfinden, was Dein persönlicher Lerneffekt ist.

 

Gefühle reflektieren und sortieren
zwischen Start und Ziel liegt Dein Weg

Aus Reflexion lernen

Ich habe gelernt, dass ich meine Bedürfnisse und Werte checken sollte. Wie ich danach leben kann und will und ob ich das überhaupt mache. Das ist gar nicht so leicht. In meiner Beziehung habe ich manche meiner Werte weniger beachtet und erst recht nicht danach gelebt. Die Krise war für mich daher gut, denn ich habe mich dadurch daran erinnert, was mich ausmacht und wie ich leben will. So konnte ich für mich entscheiden, wie es weitergehen soll und was mir gut tun würde.

Also, was lernst Du?

Welche nächsten Schritte kann Du daraus für Dich ableiten?

Was solltest Du genau jetzt tun?

Wer oder was hilft Dir, Deine Schritte zu gehen?

 

Wir nehmen nun eine weitere Perspektive ein:

Wenn wir das Blatt fragen, auf dem Du Deine Linie gezeichnet hast, was würde es über Dich und Deine Linie sagen?

Oder der Stift? Was stellt er fest?

Und in die Zukunft gerichtet fragen wir beide:

Was würden beide Dir für die nächsten 12 Monate raten oder mitgeben?

Reflexion zeigt Dir Deine Stärke

Nach einem Tal folgt ein Hoch. Wir können das schaffen. Es steckt soviel Kraft in uns.

Feiere Dich!

Du hast viel erlebt und darfst auch stolz auf Dich sein. Du hast überlebt, Krisen, Probleme und Herausforderungen gemeistert und dazu bestimmt auch einige Highlights erlebt. Und Du bist noch da.

Auch dafür ist die Reflexion so wunderbar: Festzustellen, welche Kräfte in Dir stecken und was Du alles erreichen kannst. Auch, wenn die Steps noch so klein erscheinen. Du gehst sie. Einen nach dem anderen.

Wir haben nun mit Coaching-Methoden Dein und mein Jahr gemeinsam reflektiert. Ich danke Dir, dass Du bis hier hin gelesen hast. 

Was war Deine wichtigste Erkenntnis?

Wohin willst Du Dich in den nächsten 12 Monaten entwickeln?

Was nimmst Du aus 2023 mit?

Was lässt Du in 2023?

Denk daran: Du gestaltest Dein Leben, Deinen guten Zustand. Deine Gedanken bestimmen Deine Gefühle und ob Du in emotionalen Turbulenzen Achterbahn fährst. Für mehr zu Emotionen und wie Du sie steuern kannst, lass uns sprechen. Das ist immer individuell. 

Faktencheck der Wirklichkeit - wage ein Experiment - Anne Schmidt Coaching

Wage ein Experiment

Gerade dann, wenn es um UNS selbst geht. Wir denken „es doch könnte dieses oder jenes passieren“ und schon stoppen wir uns selbst.
Und werden nie erleben, ob wir eigentlich recht haben oder nicht. Spannend, oder?

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